Die Gymnasiale Oberstufe (SII) EF / Q1 / Q2

Die gymnasiale Oberstufe setzt die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Sekundarstufe I fort und erweitert sie. Sie dauert drei Jahre und bereitet systematisch auf die Abiturprüfung vor. Der bisherige Klassenverband wird durch ein Kurssystem ersetzt. Formen selbstständigen Arbeitens und Lernens gewinnen mehr und mehr an Bedeutung.

Die gymnasiale Oberstufe an der Gesamtschule Heiligenhaus setzt die Erziehungsarbeit, den Bildungsgang und die Bildungsziele der Sekundarstufe I fort, vertieft und erweitert sie. Individuelle Schwerpunktsetzungen und vertiefte allgemeine Bildung führen auf der Grundlage eines wissenschaftspropädeutischen Unterrichts zur allgemeinen Studierfähigkeit und bereiten auf die Berufs- und Arbeitswelt vor.

Das Abitur ist aber nicht nur Voraussetzung für ein Studium an Universitäten und Hochschulen, sondern auch Grundbedingung für eine höher qualifizierte berufliche Ausbildung.

Voraussetzung für den Besuch der Gymnasialen Oberstufe ist die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk bzw. die Versetzung in die Klasse 10 [G8] oder EF[G9]. Die gymnasiale Oberstufe an Gesamtschulen entspricht formal und inhaltlich derjenigen an Gymnasien. Für die Oberstufe der Gesamtschule gelten dieselben Richtlinien, Lehrpläne und Prüfungsbedingungen für das Abitur wie für die Oberstufe des Gymnasiums.

Zurzeit besuchen ca. 250 Schülerinnen und Schüler unsere Oberstufe. Für den Unterricht stehen ihnen modern eingerichtete Fachräume für die Fächer Biologie, Chemie und Physik zur Verfügung und zur Erledigung der Hausaufgaben, Anfertigen von Referaten und zur selbstständigen Unterrrichtsvor- und –nachbereitung und Klausurvorbereitung stehen den Schülerinnen und Schülern das umfangreich ausgestattetet Selbstlernzentrum der Oberstufe sowie Laptops zur Verfügung.

KRI-190

gymnasiale Oberstufe

Unsere Oberstufe ist in überschaubare Einheiten gegliedert und ermöglicht so eine Fortführung und Weiterentwicklung bewährter Merkmale von Schule und Unterricht der bisherigen schulischen Strukturen. Wir bieten:

· eine enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern

· eine intensive Betreuung und qualifizierte Beratung durch  zwei Jahrgangsstufenleiter pro Jahrgang

· eine individuelle Förderung für jede Schülerin und jeden Schüler

· die Weiterentwicklung von Lern- und Arbeitsformen und Entwicklung von Lernkompetenzen

· die Vermittlung von fundierten Sachkenntnissen und Einführung in Spezialwissen

· die  Förderung selbstständigen und fächerübergreifenden Lernens  und Arbeitens

· die Förderung sozialer Kompetenzen und Fertigkeiten

· die Förderung der Teamfähigkeit

· ein qualifiziertes System und umfassende Begleitung der Schülerinnen und Schüler in der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung bis zum Abschluss in der Q2 in  Zusammenarbeit mit außerschulischen Stellen und der Orientierung an allen in der Oberstufe möglichen Abschlüssen

Um den Schülerinnen und Schülern den Einstieg in die  gymnasiale Oberstufe zu erleichtern, findet am Ende der Jahrgangsstufe 10 für externe und interne Schülerinnen und Schüler ein Übergangsseminar und zu Beginn der EF ein Orientierungsseminar statt.

Übergangsseminar

Im Übergangseminar Ende 10 werden den Schülerinnen und Schülern u.a. Fächer der SII vorgestellt, spezifische Arbeitsformen der SII eingeübt, organisatorische Vorbereitungen für das neue Schuljahr getroffen und die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen in der gymnasialen Oberstufe eingestellt. Zusätzlich finden in diesem Zeitrahmen noch individuelle Laufbahnberatungen statt.

Orientierungsseminar

Das Orientierungsseminar im ersten Quartal der Anfang der Einführungsphase wird außerschulisch in der Bildungsstätte Welper durchgeführt. Hier stehen das Erlernen von Arbeitsformen und Methoden der SII nd die Stärkung sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt.

Projektwoche

In allen Jahrgängen finden pro Schuljahr zwei Projektwochen mit modularem Aufbau statt, in denen u.a. Realisierung des Prinzips: „das Lernen lernen“, Präsentationstechniken, Stressbewältigung, fächerübergreifendes vernetzendes Lernen und  Arbeiten und Module zur Berufsberatung im Fokus stehen.

Ziel ist der Erwerb von Methoden und Arbeitstechniken als Grundlage für erfolgreiches Arbeiten in der Oberstufe.

Fördermaßnahmen

Zur weiteren Unterstützung der Schülerinnen und Schüler setzten wir folgenden Fördermaßnahmen um:

  • in der EF erfolgt unter Berücksichtigung der Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik und Sport noch eine „Klassenbildung
  • externe Schülerinnen und Schüler werden in diese neu gebildeten „Klassen“ integriert, es gibt kein Extraklassen für Real-  und Hauptschülern
  • zwischen den FL, BL und dem AL erfolgt ein regelmäßiger und enger Austausch, damit  evtl. auftretende Schwierigkeiten frühzeitig erkannt werden und Lösungsstrategien erarbeite werden können
  • zur Stärkung der sozialen Kompetenzen bieten wir ein Patenmodell an [Jg.5 – EF]
  • für sprachlich interessierte oder begabte Schülerinnen und Schüler bieten das Kursangebot „Business English“ [EfB] an. Dieser Kurs breitet auf die Prüfung „London Chamber of Commerce and Industry“ an. Für interessierte Schülerinnen und Schüler bieten wir die  „DELF“ – Prüfung „Diplôme d’Etudes en langue française“ an.
  • Die schulinterne Lehrpläne berücksichtigen die Aufarbeitung von individuellen Defiziten der SI
  • In der gesamten gymnasialen Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler auf das wissenschaftspropädeutische Arbeiten vorbereitet.
  • Die Bildung von Arbeitsgemeinschaften wird den Schülerinnen und Schülern ermöglich.
  • Den Schülerinnen und Schülern steht im Oberstufengebäude ein Selbstlernzentrum Oberstufe mit Literatur und Laptops zur Unterrichts und Klausurvorbereitung zur Verfügung

 

Studien- und Berufsberatung ist ein zentraler und nachhaltiger Baustein an der Gesamtschule Heiligenhaus. Die sehr erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre wurde mit der Verleihung des Berufswahl-Siegels ausgezeichnet und 2013 und 2016 rezertifiziert.

In der EF und Q1 finden Projektwochen zur Studien- und Berufswahl statt.

Den Schülerinnen und Schülern wird u.a. ermöglicht, Messen zur Berufsinformation zu besuchen.

Die Schule bietet halbjährige individuelle Berufs- und Studienberatungstermine durch die Bundesagentur für Arbeit an.

In den Jahrgängen finden jährlich Berufsinformationsveranstaltungen zur Unterstützung der Berufszielfindung statt. Zusätzlich bieten wir Kooperationen mit Kooperationsbetrieben.

Wir verfügen über eine enge Kooperation mit dem Arbeitsamt, mit der FH in Heiligenhaus, mit Talentscouts der Uni Bochum und anderen Universitäten.

In der Q1 findet eine Berufs- und Studienerkundungswoche mit Praktika in Betrieben und Universitätsbesuchen statt. Zusätzlich werden die Schülerinnen und Schüler in der Q1 beraten und betreut, die sich für ein duales Studium für das darauffolgende Jahr bewerben.

Die gymnasiale Oberstufe setzt die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Sekundarstufe I fort und erweitert sie. Sie schließt mit der Abiturprüfung ab und führt zur Zuerkennung der Allgemeinen Hochschulreife.

Sie dauert drei Jahre und gliedert sich in die Einführungsphase und die Qualifikationsphase.

In der Einführungsphase werden die Schülerinnen und Schüler mit den inhaltlichen und methodischen Anforderungen der gymnasialen Oberstufe vertraut gemacht. Nach der einjährigen Einführungsphase erfolgt eine Versetzung in die zweijährige Qualifikationsphase.

Die Qualifikationsphase baut darauf auf und bereitet systematisch auf die Abiturprüfung vor. Nach dem ersten Jahr der Qualifikationsphase kann der nächst höhere Abschluss, der schulische Teil der Fachhochschulreife [FHR], erreicht werden. Am Ende der zweijährigen Qualifikationsphase erfolgt die Zulassung zur Abiturprüfung. Die Leistungen der Qulifikationsphase gehen in die Abiturnote ein [Block 1].

Die Abiturprüfung findet am Ende des zweiten Jahres der Qualifikationsphase statt und wird in 4 Fächern abgelegt. Die ersten beiden Fächer sind die Leistungskurse, das 3. und 4. Prüfungsfach wird zu Beginn der Q.2 gewählt. Die erreichten Punkte im Abitur bilden den Block II.

Aus Block I und Block II wird die Abiturnote berechnet.

Einführungsphase


Klausurpflicht besteht in Deutsch und Mathematik, in allen Fremdsprachen, in einer Gesellschaftswissenschaft und einer Naturwissenschaft (Physik, Biologie, Chemie).
Weitere Grundkursfächer können als Fächer mit Klausuren gewählt werden. Im zweiten Halbjahr der Einführungsphase wird in den Fächern Deutsch und Mathematik die zweite Klausur jeweils landeseinheitlich zentral gestellt. Die Ergebnisse fließen als reguläre Klausur in die Leistungsbewertung  ein.
In den modernen Fremdsprachen können Klausurenmündliche Anteile enthalten. Eine Klausur kann durch eine mündliche Leistungsüberprüfung ersetzt werden.

 

Qualifikationsphase

Klausurpflicht

  • besteht in den vier geplanten Abiturfächern,
  • in jedem Fall in Deutsch, Mathematik, einer Fremdsprache und in der neu einsetzenden Fremdsprache
  •  in einer weiteren Fremdsprache, dies kann auch die neu einsetzende Fremdsprache sein, oder einem Fach aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich.

Die Wahl weiterer (nicht verpflichtender) Klausurfächer kann zum Beispiel dann sinnvoll sein, wenn die Wahl der Abiturfächer möglichst lange offen gehalten werden soll.
In den als Klausurfach belegten Fächern werden in den ersten drei Halbjahren der Qualifikationsphase jeweils zwei Klausuren geschrieben. Im letzten Halbjahr der Qualifikationsphase wird lediglich im ersten bis dritten Abiturfach jeweils eine Klausur geschrieben. Auch in der Qualifi kationsphase können Klausuren in den modernen Fremdsprachen mündliche Anteile enthalten. In einem der ersten drei Halbjahre der Qualifikationsphase wird in den modernen Fremdsprachen eine Klausur durch eine gleichwertige mündliche Leistungsüberprüfungersetzt.

Sonstige Mitarbeit

In der gymnasialen Oberstufe sind Leistungen, die in der sonstigen Mitarbeit im Unterricht erbracht werden, ebenso bedeutsam wie Klausuren. Die Bewertung für einen
schriftlich belegten Kurs setzt sich zu gleichen Teilen aus der Beurteilung der Klausuren und der „Sonstigen Mitarbeit“ zusammen. Zu Beginn eines Kurses informiert die Lehrkraft darüber, welche Anforderungen im Bereich „Sonstige Mitarbeit“ gestellt werden und auf welche Grundlagen sich die Beurteilung stützt. Dies können neben den mündlichen Unterrichtsbeiträgen zum Beispiel auch Protokolle, Referate, praktische Arbeiten, schriftliche Übungen oder im Fach Sport auch praktische Übungen sein. Etwa in der Mitte des Kurshalbjahres werden die Schülerinnen und Schüler über ihren jeweiligen Leistungsstand informiert.

Über Auslandsaufenthalte entscheidet die Schule auf Antrag der Eltern. Ein Auslandsaufenthalt findet in der Regel in der Einführungsphase statt. Bei guten Leistungen am Ende der Sekundarstufe I können Schülerinnen und Schüler nach der Rückkehr auf Antrag an die Versetzungskonferenz SI direkt in die Qualifikationsphase einsteigen. In diesem Fall wird das im Ausland verbrachte Jahr auf die Verweildauer in der gymnasialen Oberstufe angerechnet. Für G8 erfolgt die Zuerkennung des Mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) erst nach erfolgreichem Durchgang durch das erste Jahr der Qualifikationsphase.
Ein Auslandsjahr kann auch noch zwischen der Einführungsphase und dem Beginn der Qualifikationsphase eingeschoben werden. Das eingeschobene Jahr wird
in diesem Fall nicht auf die Verweildauer angerechnet. Nach Rückkehr wird die Schullaufbahn im ersten Jahr der Qualifikationsphase fortgesetzt. Das zweite Jahr der Qualifikationsphase kann nicht für einen Auslandsaufenthalt unterbrochen werden.

Weitere Informationen enthält das „Merkblatt zum Auslandsaufenthalt“ unter www.schulministerium.nrw.de