Artikel in der WAZ vom 18.11.20

HEILIGENHAUS.  Die Heiligenhauser Gesamtschule freut sich über 60 Luftreinigungsgeräte, die in den Klassenräumen künftig für saubere Luft sorgen werden.

„Die Luft ist rein“ heißt es demnächst in der Heiligenhauser Gesamtschule - und das nicht nur aufgrund des regelmäßigen Lüftens, sondern auch wegen der 60 Luftreiniger, die demnächst in allen Räumen der Schule stehen sollen. Angeschafft wurden die Reiniger vom Förderverein der Schule - die ersten 21 Exemplare sind bereits angekommen. „Wir haben uns überlegt, wie wir die Schule in diesen schwierigen Zeiten unterstützen können“, erzählt Alexander Müller, Beisitzer im Förderverein, „und haben uns für den Kauf der Luftreiniger entschieden.“

Nachfrage nach Luftreinigern ist riesig

Nachdem sich die Vereinsmitglieder über die notwendigen Standards der eingebauten Filter schlau gemacht hatten, entschieden sie sich für ein Produkt - und das gerade noch rechtzeitig: „Die Nachfrage ist riesig, wir hatten Glück. Auch die anderen Luftreiniger werden in den nächsten Wochen geliefert“, freut sich Müller.

Viren werden abgetötet und gefiltert

Die Arbeitsweise des Geräts ist schnellerklärt: Zunächst wird Raumluft angesogen, dann über eine UVC-Lampe geleitet, deren Licht Viren tötet. Im HEPA-Filter bleiben dann die Viren, aber auch Allergene hängen und die Luft wird gereinigt wieder in den Raum geleitet. „Das Lüften wird damit natürlich nicht ersetzt und auch die Masken müssen selbstverständlich weiterhin getragen werden“, macht Schulleiterin Carmen Tiemann klar, die sich sehr über das große Engagement des Förderverein freut. „Aber dank der Luftreiniger können wir uns an sehr kalten Tagen wirklich auf das Stoßlüften beschränken und müssen die Fenster nicht ununterbrochen geöffnet lassen.“ Das sei eine deutliche Entlastung für Schüler und Lehrer.

Ein Luftreiniger für 70 Quadratmeter

Bis zu 70 Quadratmeter darf ein Zimmer groß sein, damit der Reiniger dort zuverlässig die Luft säubert. „Die ersten Geräte kommen in dieser Woche noch in Räume, in denen häufig Lerngruppenwechsel stattfinden“, erklärt Tiemann - einige wenige Räume erhalten aufgrund ihrer Größe zwei Luftreiniger. Die Wartung der Geräte ist unkompliziert: Einmal im Jahr müssen die Filter gewechselt werden, diese Arbeit will der Förderverein übernehmen. „Und der Nutzen dieser großartigen Initiative ist nachhaltig“, so Carmen Tiemann, „denn auch, wenn Corona einmal kein Thema mehr ist, können wir so weiterhin für gute Luft in den Klassenräumen sorgen.“